Heizkosten sparen: 10 Tipps der Verbraucherzentrale mit Zahlen
Heizen ist im Winter der größte Posten. Diese Tipps stammen von der Verbraucherzentrale und lassen sich ohne Umbau umsetzen.

Beim Heizen steckt oft das größte Sparpotenzial im Haushalt, und viele Maßnahmen kosten nichts. Dieser Artikel fasst die zehn Tipps der Verbraucherzentrale zusammen. Alle Zahlen stammen von dort und sind Richtwerte, keine Garantie für deine Wohnung.
Stand der Quelle: Die Seite der Verbraucherzentrale trägt den Stand 24. September 2026. Preise für Material und Handwerker ändern sich, prüfe sie vor einer Anschaffung selbst.
Die richtige Raumtemperatur
Pro Grad weniger Raumtemperatur sinkt der Verbrauch laut Verbraucherzentrale um etwa 6 Prozent. Als Orientierung nennt sie diese Werte:
| Raum | Temperatur | Thermostatstufe |
|---|---|---|
| Wohnzimmer | 20 °C | 3 |
| Schlafzimmer | 18 °C | 2,5 |
| Selten genutzte Räume | 16 °C | 2 |
Eine Stufe entspricht nach der Seite ungefähr 4 °C, Stufe 1 etwa 12 °C. Unter 16 °C zu heizen ist nicht ratsam, weil Schimmel droht.
Maßnahmen ohne Kosten
- Heizkörper entlüften: Gluckernde Geräusche oder Heizkörper, die oben kalt bleiben, deuten auf Luft im System hin. Pumpe möglichst ausschalten, Ventile öffnen, 30 bis 60 Minuten warten, dann Luft ablassen, bis nur noch Wasser kommt. Danach den Druck der Anlage prüfen.
- Heizkörper freihalten: Sofas und Schränke sollten mindestens 30 cm Abstand halten. Vorhänge sollten über dem Heizkörper enden, Verkleidungen sind zu vermeiden.
- Beim Verlassen der Wohnung absenken: Das spart Energie, ohne Komfort zu kosten. Bei Wärmepumpen gilt das meist nicht.
- Heizung richtig einstellen: Mit passenden Zeitprogrammen und einer möglichst niedrigen Vorlauftemperatur lassen sich laut Verbraucherzentrale 10 bis 15 Prozent der Energie sparen. Im Sommer Heizung ausschalten oder auf Warmwasserbetrieb stellen.
- Richtig lüften: Mehrmals täglich einige Minuten die Fenster ganz öffnen, am besten mit Durchzug. Dauerhaft gekippte Fenster vermeiden.
Kleine Dämmmaßnahmen
- Heizkörpernischen: Nach Angaben der Verbraucherzentrale kann der Wärmeverlust bis zu 30 Euro pro Quadratmeter Nische und Jahr betragen. Übliche Dämmstoffe kosten dort etwa 15 bis 25 Euro pro Quadratmeter.
- Rohre in unbeheizten Räumen: Dämmen kann bis zu 10 Euro pro Meter Rohr und Jahr sparen.
- Fenster und Türen: Mach den Papiertest. Lässt sich ein Blatt im geschlossenen Rahmen leicht herausziehen, dichtet die Stelle nicht. Oft reicht es, die Dichtung zu erneuern.
- Rollladenkästen: Je Quadratmeter bis zu 10 Euro pro Jahr. Als Mieter vorher den Vermieter fragen.
Wenn du zur Miete wohnst
Fang mit den kostenlosen Schritten an. Bei baulichen Maßnahmen wie gedämmten Rollladenkästen rät die Verbraucherzentrale Mietern, vorher den Vermieter zu fragen. Vergleiche am Jahresende deinen Verbrauch mit dem Vorjahr.
Wie es weitergeht
Wer im Winter weniger ausgibt, kann den Betrag zurücklegen. Wie das mit den Zinsen aussieht, steht im Artikel Tagesgeld und Festgeld.
Quellen zum Nachprüfen
Seiten zum Thema, damit du den aktuellen Stand vor deiner Entscheidung selbst prüfen kannst.
Häufige Fragen
Wie viel spart ein Grad weniger Raumtemperatur?
Die Verbraucherzentrale nennt etwa 6 Prozent weniger Verbrauch pro Grad. Der genaue Wert hängt von Haus, Heizung und Wetter ab, es ist also ein Richtwert.
Soll ich die Heizung nachts ganz ausschalten?
Nein. Laut Verbraucherzentrale kühlen dann die Innenwände zu stark aus und das Schimmelrisiko steigt. Besser ist es, die Temperatur abzusenken. Unter 16 Grad sollte es in den Räumen nicht gehen.
Gilt das Absenken auch für Wärmepumpen?
Meist nicht. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Wärmepumpen in der Regel bei gleichbleibender Temperatur effizienter arbeiten. Frag im Zweifel den Installateur.
Wer bei der Heizung spart, kann auch beim Einkauf ansetzen. Hier die Tipps.